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IDD und PRIIP

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PRIIP-Verordnung für das Neugeschäft (seit 01. Januar 2018)

Zukünftig muss dem Kunden vor Abschluss bestimmter Lebensversicherungsprodukte ein neues Basisinformationsblatt (BIB) ausgehändigt werden. Das BIB soll eine Vergleichbarkeit von verschiedenen Finanzanlageprodukten ermöglichen, beispielsweise auch von fondsgebundenen Versicherungen und Investmentfonds.

 

Bei der Gothaer sind betroffen:

Gothaer GarantieRente
Gothaer GarantieRente Performance
Gothaer IndexProtect
VarioRent plus Fonds
Gothaer Parkkonto
sonstige klassische Kapital- und Rentenversicherungen

Ausgenommen von der Informationspflicht sind

betrieblichen Altersversorgung (bAV),
biometrische Produkte,
ErgänzungsVorsorge (Riester) und BasisVorsorge (Rürup).

Inhalte der Basisinformationsblätter

Auf höchstens drei DIN-A4-Seiten muss das Basisinformationsblatt (BIB) neben Angaben zu Anbieter und Produktart auch Informationen zum Anlageziel, zur Zielgruppe (Privat- und Firmenkunden) sowie zu Versicherungsleistungen und Kosten beinhalten.
Der Produktanbieter muss zudem grundsätzlich darlegen, welche Leistungen der Versicherte in unterschiedlichen Szenarien erhalten würde. Bei Versicherungen mit Fonds besteht die Möglichkeit, auf die "Wesentliche Anlegerinformationen" der zugrunde liegenden Fonds zu verweisen.
Mit einem Gesamtrisikoindikator wird auf einer Skala von 1-7 abgebildet, ob es sich um ein Produkt mit einem niedrigen oder ein Produkt mit einem hohen Risiko handelt. In diesen Gesamtrisikoindikator fließt neben dem für das Produkt ermittelten Marktrisikomaß auch das Kreditrisikomaß des Lebensversicherers ein.

 

IDD (seit 23. Februar 2018)

 

Ausdehnung der Direktive auf den gesamten Versicherungsvertrieb

Die Regelungen der IDD gelten nicht nur für die klassischen Vermittler (Ausschließ-lichkeits-, Mehrfachvertreter, Makler), sondern werden auf den gesamten Versiche-rungsvertrieb ausgedehnt. Dies umfasst - neben den Versicherungsangestellten - auch Online-Vertriebsportale, Internet-Direktversicherer, Online-Vergleichs- und Rabattportale.

 

Vorliegen und Nachweis von ausreichenden Kenntnissen und Fertigkeiten (Weiterbildung)

Die Weiterbildungsverpflichtung für den Vertrieb wurde bereits im GDV-Verhaltenskodex geregelt, dem die Gothaer bereits 2013 beigetreten ist.
Die IDD-Richtlinie weitet die Vorgaben aus dem GDV-Verhaltenskodex aus. Mitarbeiter, die Vertreiber im Sinne der IDD sind, müssen sich künftig nachweisbar 15 Stunden pro Kalenderjahr fortbilden. Auf diese Anforderung ist die Gothaer sehr gut vorbereitet: Durch die Teilnahme an der Brancheninitiative "Gut beraten" sind im Gothaer Konzern bereits die grundlegenden Voraussetzungen für die Einhaltung dieser Verpflichtung geschaffen worden.
Die hierfür entwickelten Prozesse wird die Gothaer auch für die unter den Vertreiber-Begriff fallenden Mitarbeiter übernehmen.

 

Wer fällt unter die Gruppe der unmittelbar am Versicherungsvertrieb beteiligten Mitarbeiter

Unmittelbar am Versicherungsvertrieb beteiligte Mitarbeiter sind solche, die unmittelbaren Kundenkontakt haben, die unmittelbar bei der Vermittlung von Versicherungsprodukten oder der Beratung von Kunden tätig sind. Entscheidend ist, dass ein unmittelbarer Einfluss auf den materiellen Bestand des Versicherungsschutzes genommen werden kann, sei es durch Cross-, Down- oder Upselling, durch Aufnahme eines neuen Risikos etc.

 

Überprüfung von Zuverlässigkeit und angemessener Qualifizierung

Eine weitere Auswirkung der IDD besteht darin, dass die Gothaer die Zuverlässigkeit und die angemessene Qualifizierung der unter die Vertreiber-Definition fallenden Mitarbeiter prüfen müssen. Wie die Umsetzung dieser Vorschrift konkret aussehen wird, ist noch in Arbeit.

 

Aufklärung über Art der Vergütung für Versicherungsvertreiber

Der Vertreiber ist verpflichtet den Kunden darüber aufzuklären, dass er für seine Tätigkeit eine Vergütung/Provision erhält. Die Information muss per Visitenkarte, E-Mailsignatur und Internetimpressum erfolgen.

 

Objektive Produktinformationsblätter vor Vertragsabschluss

Die IDD-Richtlinie sieht ein neues Informationsblatt zu Versicherungsprodukten (Insurance Product Information Document (IPID) vor. Es ersetzt das bisherige Produktinformationsblatt. Der Zweck, dem Kunden einen Überblick über die wesentlichen Produktinhalte zu verschaffen, ist unverändert.
Die Neuerungen erstrecken sich im Wesentlichen auf:

 
die Vorgabe einer neuen Gliederung und
die Verwendung von Icons

um dem Ziel besserer Übersicht gerecht zu werden.
Diese Vorgaben wurden für die Kranken- und Kompositversicherung zum 23.02. umgesetzt.
Im Bereich der Lebensversicherung sind für Nicht-Versicherungsanlageprodukte erst ab 30.September 2018 ebenfalls neue Produktinformationsblätter vorgesehen.

 

Vermeidung von Vergütungsformen oder sonstigen persönlichen Anreizsystemen

Es dürfen dem Vertreiber im Rahmen von (agenturinternen) Wettbewerben und Incentives keine Fehlanreize geschaffen werden, die ihn veranlassen könnten, bestimmte Produkte zu verkaufen und eventuelle Produktalternativen dem Kunden bewusst nicht anzubieten.

 

Produktentwicklungs- und -genehmigungsverfahren

Hersteller von Versicherungsprodukten sind künftig verpflichtet, ein sogenanntes Produktgenehmigungsverfahren (POG) aufrechtzuerhalten, umzusetzen und zu überprüfen. Damit soll sichergestellt werden, dass alle Versicherungsprodukte zum Verkauf an Kunden dem Bedarf des betreffenden Zielmarkts entsprechen, um frühzeitig Abweichungen zu erkennen und ggf. Maßnahmen einzuleiten. Versicherungsvertreiber müssen dies unterstützen, indem sie Vorkehrungen für den Produktvertrieb treffen und damit sicherstellen, dass sie über sämtliche Informationen (Vertriebsinformationen) verfügen, die für den Verkauf des Produktes erforderlich sind.

Zurzeit wird von der GA, GL und GKR gemeinsam an den Grundlagen für das POG-Verfahren gearbeitet. Im wesentlichen wird der verabschiedete Produktentwicklungsprozess um die IDD-Anforderungen ergänzt und die künftig regelmäßig durchzuführenden Produktkontrollen beschrieben. Das POG-Verfahren ist erstmalig für Produkte anzuwenden, die ab Inkrafttreten des Gesetzes (23.02.2018) "konzipiert und vertrieben" werden.

 

Kenntnisse und Erfahrungen des Kunden bei Versicherungsanlageprodukten

Geeignetheitsprüfung (Lebensversicherung): Bei Versicherungsanlageprodukten muss der Vertreiber in der Beratung (also vor Abschluss) anhand von acht Fragen prüfen, welche Produkte sich für den Kunden zur Altersvorsorge und/oder den Vermögensaufbau eignen. Möchte der Kunde die Fragen (teilweise) nicht beantworten, darf der Vertreiber unter Umständen kein Produkt empfehlen. Der Kunde kann dennoch abschließen, muss jedoch auf die Nachteile "per Warnhinweise" durch den Vertreiber aufgeklärt werden. Das Ergebnis sowie eventuelle Warnhinweise werden im Protokoll zur Geeignetheitsprüfung (Bestandteil der Beratungsdokumentation) dokumentiert.

 

Beratungsdokumentation im Fernabsatz

Telefonie: Zukünftig muss der Vertreiber eine telefonische Beratung dokumentieren. Dies kann - wie bei der persönlichen Beratung - mit dem vorhandenen Beratungsprotokoll erfolgen.

Online: Online kann der Kunde nur mit Beratungsverzicht ein Produkt kaufen. Über die Nachteile eines Beratungsverzichts muss der Kunde (ggf. per Hinweismeldung) informiert werden. Wünscht der Kunde eine Beratung, so kann er diese online anfordern. In diesem Fall wird die Beratungsanfrage als "Lead" an den SAD oder das GoBV weitergeleitet.

 

Eindeutige Erkennbarkeit von Marketingmitteilungen

Werbemitteilungen (online und gedruckt) müssen - wie bisher - redlich und eindeutig erkennbar sein. Einer "Kennzeichnung" von Marketing- und Werbemitteilungen bedarf es dem Wortlaut nach nicht.

 
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